20 FRAGEN AN …

Julien Backhaus

Zeitschriftenverleger | www.backhausverlag.de

Auf welche Leistung sind Sie besonders stolz?

Im zarten Alter von 24 brachte ich meine erste Zeitschrift an den Kiosk. Damit war ich in Deutschland der jüngste Zeitschriftenverleger. Ich habe auf einmal im Verlegerverband mit den Machern von SPIEGEL, BUNTE und Co am Tisch gesessen und wurde ermutigt, an unserem Zeitschriftenportfolio zu arbeiten. Unsere Leser überhäuften mich und mein Team mit Lob für unsere Leistung, das hat mich sehr stolz gemacht.

Was treibt Sie an?

Meine Leidenschaft den Medien gegenüber. Ich empfinde sehr viel Energie bei der Arbeit – eigentlich empfinde ich es deshalb nicht als Arbeit. Ich freue mich, wenn ich Menschen unterhalten kann mit unseren Medienangeboten. Mit dem Erfolg Magazin tragen wir sogar zu deren Fortkommen bei, was ein sehr spezielles Gefühl ist.

Ärgern Sie sich über Kritik?

Über ungerechtfertigte und persönliche Kritik bzw. Beleidigung ärgere ich mich sehr. Viele solche Kritiker halte ich für Abschaum. Wenn es hingegen hilfreiche Kritik ist, honoriere ich die sogar. Ich lasse mir regelmäßig Geschenke für Menschen einfallen, die mir konstruktiv weiterhelfen oder mich auf Dinge aufmerksam machen, die mir unnötige Kosten ersparen. Das weiß ich sehr zu schätzen. Aber die Kritik muss respektvoll geschehen.

Was kann Ihre Sekretärin, was Ihr iPhone nicht kann?

Mitdenken. Und meine Worte verstehen sowieso. Ich halte das iPhone für noch nicht besonders ausgereift. Ich ärgere mich jeden Tag über einfache Dinge, die es eigentlich können bzw. verstehen müsste.

Mit wem möchten Sie auf keinen Fall am Tisch sitzen?

Mit Leuten, die ein gutes Gespräch nicht zu schätzen wissen.

Verraten Sie uns Ihr Lieblingsrestaurant?

Das Blixx im Atlantic Hotel Bremen. Es liegt direkt gegenüber des Flughafens mit Blick auf das Vorfeld und den Runway. Zum Frühstück bekomme ich dort das beste Rührei. Das Personal ist zwar etwas laut – was in vielen Hotels und Restaurants ein Problem ist – aber ich bin dort am liebsten.

Wie kann man Sie kulinarisch verwöhnen?

Da bin ich Kulturbanause. Mit einfachen Gerichten wie Kartoffelgratin, Burger oder Currywurst-Pommes haben Sie mein Herz erobert.

Welche Charaktereigenschaften schätzen Sie?

Freundlichkeit.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

Ich lese täglich in zwei Büchern. Eines liegt oben und eines unten bei mir im Haus. Derzeit lese ich „The One Thing“ und „Way of the Wolf“. Letzteres ist von Jordan Belfort, dem tatsächlichen Wolf of Wall Street, den ich auch persönlich kenne.

Was ist für Sie ein perfekter Tag?

Der perfekte Tag ist anders als der vorige. Ich mag Abwechslung. Zum Glück ist das bei mir überwiegend der Fall. Ich liebe das.

Ihr größter Erfolg?

Am Einfluss gemessen ist es unser „Erfolg Magazin“. Wir kriegen täglich Zuschriften mit Danksagungen, wie sehr das Magazin den Menschen weiterhilft.

Ihre größte Niederlage?

Es fällt mir schwer, etwas zu benennen. Vielleicht bin ich noch nicht alt genug. Ich habe Dinge, die nicht gut funktioniert haben, aber ich verstehe das nicht als Niederlagen.

Wofür haben Sie kein Verständnis?

Wenn Leute sich über Dinge beschweren, die sie leicht ändern könnten.

Welches Talent hätten Sie gerne?

Projekte schnell umzusetzen. Ich bin ein recht langsamer Genosse und ich bewundere Menschen, die schnell und trotzdem professionell sind.

Schenken Sie uns eine Lebensweisheit?

Du wirst bald sterben. Also verbringe deine Tage unbedingt mit dem, was du gerne tust.

Das Leben ist zu kurz, um …

Alles auf morgen zu verschieben. Die Zeit ist nicht dein Freund.

Wie definieren Sie Luxus?

Luxus bietet Annehmlichkeiten. Wie in einem guten Hotel, wo ich mich um nichts kümmern muss. Oder wenn ich im Privatjet reise, weil ich keine aufwändigen Sicherheitskontrollen oder Verspätungen habe.

Was haben Sie immer im Kühlschrank?

Käse und Butter.

Haben Sie ein Lebensmotto?

Immer nach Glück zu streben. Dazu gehört Dankbarkeit.

Was wäre Ihre Henkersmahlzeit?

Stampfkartoffeln mit Buletten und Erbsengemüse.