Brennerei Henrich

Brennen für Obst


Eine neue Generation startet in der Szene durch: Jung, innovativ und mutig haben sich Holger und Ralf Henrich vom Obsthof am Berg im Segment der Edelbrenner platziert. Die beiden Brüder aus dem hessischen Kriftel sind auf Hochprozentiges spezialisiert. 2010 haben sie den Obstbaubetrieb ihrer Eltern übernommen und sehr erfolgreich zu einer Brennerei und Kelterei umgebaut.

Als sie zwei Jahre zuvor mit ihrem Whisky-Projekt für Aufmerksamkeit sorgten, war auch Vater Horst Henrich überzeugt. Er hatte den Obsthof seiner Eltern ab 1992 weitergeführt und bald erkannt, dass ein Direktverkauf und eine Genossenschaftsvermarktung allein keine Zukunft haben würden. Wie gut, dass seine beiden Söhne nicht nur ausgebildete Getränketechnologen sind, sondern auch Visionen haben. Sie haben aus einem Obsthof mit etwas Brennerei eine Brennerei mit etwas Obstanbau gemacht.

Seit dem ersten Whisky – mit zwei 50-Liter-Fässern, 400 Kilo Gerstenmalz und zwei guten Bekannten aus der Branche – hat sich eine professionelle Verschlussbrennerei mit einem vielfach prämierten Angebot entwickelt. Inklusive der Liköre umfasst die Kollektion der Henrichs heute 40 Brände. Darunter Kernobstbrände, Steinobstbrände, Geiste, Beerenobstbrände und aromatische Exoten wie Orangen, Bananen und Waldhonig. Die Aromen stammen grundsätzlich immer aus der Frucht. Ein guter Brand mit hervorragendem Basismaterial braucht keine Kosmetik.

Entscheidend für den guten Geschmack sind vor allem die Qualität der Rohstoffe, der Herstellungsprozess und der Kontakt mit dem Holz, wobei das Alter und die Holzart der Dauben eine wesentliche Größe darstellen. Die Fassreife prägen den Geschmack, die harmonische Balance und das Reifepotenzial eines Brands. Besonders spannend ist es, die Abfüllungen durch zusätzliche Lagerung in anderen Fässern zusätzlich zu veredeln. Für dieses Finishing verwendet die Brennerei Fässer, in denen zuvor etwa Sherry, Portwein, Rum oder Whisky gelagert wurde.

Das Fingerspitzengefühl der „vergeistigten“ Hessen ist längst bekannt. Ihr Können beweisen die Brüder seit zwei Jahren mit einer ganz besonderen Kreation: Die Brennerei Henrich ist Mit-Erfinder des Gin Sieben. Ein echter Frankfurter Dry Gin, inspiriert vom Rezept der berühmten Grünen Soße. Nicht nur die speziellen sieben Kräuter, auch der Basisalkohol und das Quellwasser für den Wacholderbrand stammen aus der Region Frankfurt. Im Glas zeigt sich ein markantes Aromenspiel mit grünen und nussigen, floralen und Zitrusnoten. Die Essenz der lokalen Spezialität in einem runden Gin. Spiritus Rektor des Brands ist übrigens der Designer Gregor Haslinger, Inhaber des Fachgeschäfts Whisky Spirits in Sachsenhausen. Von ihm stammen die Idee und auch die Gestaltung der Flasche. Lange überzeugen musste Haslinger die beiden Brennmeister nicht. Sie hatten nicht nur das Know-how, sondern auch das regionale Netzwerk, um dieses anspruchsvolle Projekt zu realisieren.

Das Ergebnis: 49 Prozent Alkohol. 100 Prozent Lokalkolorit.


info@brennerei-henrich.de
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