Leander Riedl

Fürs ganze Leben


Leder ist gleich Leder? Da könnte man ebenso gut den roten Tetrapak-Wein aus dem Discounter mit einem noblen Barolo aus dem besten Anbaugebiet vergleichen. Obwohl. Eigentlich ist es beim Lederhandwerk noch verzwickter. Selbst ein teures Produkt bedeutet hier nämlich noch lange keine gute Qualität und schon gar keine nachhaltige Produktion. Leander Riedl kann ein Lied davon singen. Schon in jungen Jahren entwickelte er eine Liebe zu aufwändigen und luxuriösen Produkten, die vielleicht nicht billig sein mögen, dafür aber ein ganzes Leben lang halten. Neugierig, wo seine exklusiven Geldbörsen oder Weekender eigentlich herkommen, begab er sich auf eine einjährige Odyssee, an deren Ende ein ernüchterndes Fazit stand: Gute Qualität, faire Arbeitsbedingungen und transparente Kreisläufe sind selbst im hochpreisigen Segment so gut wie unmöglich auffindbar.

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Eine Idee war geboren. Eine Idee, die im Mai 2015 unter seinem eigenen Namen Wirklichkeit wurde. Zwei Jahre später steht Leander Riedl für Lederwaren, die höchsten Ansprüchen ebenso gerecht werden wie kompromissloser Handarbeit und lückenloser Herstellung in Deutschland. Dafür die richtigen Partner zu finden, war alles andere als einfach. Doch Riedl ließ sich nicht entmutigen. Er wusste, was er wollte. Und war nicht bereit, irgendwo Abstriche zu machen. Der Eifer hat sich gelohnt: Sein Start-Up-Unternehmen erfreut sich wachsender Beliebtheit, seine Kunden kommen aus Deutschland, aber auch aus Seattle, New York, Paris, Mailand, Berlin und Singapur. Alle sind hellauf begeistert von dem kompromisslosen Qualitätsanspruch und der Detailverliebtheit hinter seinen Produkten, für Riedl ist beides von Tag eins an ein absolutes Muss. „Eine Geldbörse entsteht aus bis zu 56 Einzelteilen und die Herstellung einer Aktentasche, Handtasche oder Rucksack dauert bis zu drei Tage“, erwähnt er. Gut Ding, das wird bei ihm deutlich, will Weile haben.

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Mit Rinderleder aus der Alpenregion ist es aber noch nicht getan: Der Stoff wird sowohl pflanzlich gegerbt als auch gefärbt, was viel aufwändiger ist und von praktisch niemandem sonst so gemacht wird. Riedl ist das egal. Ihm geht es nur um das Produkt. Und das lebt davon. „Unser Leder ist so natürlich und ursprünglich, dass es mit dem Alter immer schöner und weicher wird. Regentropfen sind kurz sichtbar verschwinden dann wieder, weil das Leder atmen kann.“ Er lächelt. „Ein wunderschönes Schauspiel.“ Ja, man kann mit Fug und Recht behaupten, dass Leander Riedl für Leder brennt. Bei ihm wird das Naturprodukt mit viel Zeit zu einem einzigartigen Spektakel aufbereitet, das man sich individuell gestalten und dann sein ganzes Leben bei sich tragen kann. Das gute Gewissen, das gibt es bei ihm sogar gratis dazu.


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