Ansitz zum Steinbock

Genuss bis in den letzten Winkel


Allzu oft ist man als erholungsbedürftiger Feinschmecker auf Reisen mit einem regelrechten Dilemma konfrontiert: Das superbe Hotel bietet die alles andere als gewünschte Gourmet-Versorgung, das erlesene Restaurant kommt längst nicht immer in Personalunion mit einer ebenso erlesenen Unterkunft daher. Umso entzückter und berauschter waren wir, als wir zum ersten Mal den Ansitz zum Steinbock im Dörfchen Villanders hoch über Bozen betraten.

Das alte Gemäuer des Schlösschens nahm uns in Empfang wie alte Freunde, das Personal rund um Familie Rabensteiner eh. Und noch bevor wir unsere Koffer ausgepackt hatten, wussten wir, dass wir einen raren Ort gefunden hatten. Einen Ort voller Geschichte und Geschichten, einen Ort, der seit 1750 für Gastlichkeit und Geselligkeit steht und in den 1980er Jahren mit viel Aufwand in ein besonderes Hotel verwandelt wurde. Mit Ankunft der Rabensteiners um die Jahrtausendwende wurde der Ansitz zum Steinbock mehr und mehr zu jenem einzigartigen Refugium, das er heute ist. Ein Ort, der höchste Ansprüche mit bemerkenswerter Gourmetküche verwebt. Ein Ort, an dem dicke Mauern und altes Holz auf modernsten Komfort treffen, über dem die Ruhe der Natur liegt wie eine warme Decke und der für seine Gäste nur eines sein will: ein Genussvoller Ruhepol fern des Lärms der Welt.

Dafür tut Familie Rabensteiner alles. Erst 2018 wurde der Ansitz renoviert und um weitere Zimmer nebst wundervollem Spa-Bereich mit Pool erweitert. Dem Füllhorn Südtirols wird der Steinbock indes nicht nur mit den verwendeten Materialien für die heimeligen Stuben, Zimmer und Suiten gerecht. Auch die Hochküche des Hauses steht ganz im Zeichen der umliegenden Natur. Bodenständig und ursprünglich, aber gleichzeitig jugendlich frisch und sehr kreativ: Dem Gault&Millau ist das satte 15 Punkte wert, auch die anderen Genussführer loben das Restaurant im Steinbock in den höchsten Tönen.

Wir wissen, weshalb: Zwischen wohlgehüteten Rezepten und zeitgeistigen Kreationen wechselt das Küchenteam und bedient sich dabei der direkten Umgebung. Auf dem Acker hinter dem Haus gedeihen Salate, Gemüse und Kräuter, es gibt Tomaten, Himbeeren und sogar ein eigenes Bergartischockenfeld. Was hier nicht wächst oder gezüchtet wird, stammt von Bauern und Metzgern aus der unmittelbaren Umgebung. Das sieht man den Produkten nicht nur an. Man schmeckt es auch! Etwa beim Tatar vom Angus-Rind aus eigener Zucht, beim frisch gebackenen Bauernbrot mit frischer Butter, beim Perlhuhn oder dem Zwiebelrostbraten vom Weideochsen. Wie im Rest des Hauses, kommen auch auf dem Teller gelebte Tradition und Vorwärtsdrang zu einer genussvollen Einigung.

Zum Schluss müssen wir dann auch noch eines loswerden. Ja, auch das Schlafen fühlt sich hier so an, wie man das von einem Schloss erwartet. So wohlbehütet, gemütlich, paradiesisch ruhig und von höchster Qualität ist es in den Zimmer und Suiten, dass wir uns sofort in die fürstlichen Gemächer verlieben. Am nächsten Morgen eine Runde in den neuen Pool, dann das reichhaltige Frühstück genießen – und der Südtiroler Tag kann zwischen dem schmucken Dörfchen, den Almen und den imposanten Bergen nur gut werden. Obwohl: Wir freuen uns schon jetzt auf den Abend. Wenn die Lichter auf dem Ansitz zum Steinbock angehen und es wieder himmlisch aus der Küche zu duften beginnt. Ja, wir sind angekommen.


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