Weingut Gröhl

Zwischen Hügelland und Rheinfront


1625. Das ist nicht etwa eine wahllose Zahlenkombination oder eine Kreditkarten-PIN. Es ist die Jahreszahl, die den Beginn der Winzerdynastie Gröhl in Weinolsheim markiert. Seit bald 400 Jahren, derzeit in beeindruckender zwölfter Generation, prägt Familie Gröhl den Weinbau in dem kleinen Örtchen in Rheinhessen. Und denkt gar nicht daran, aufzuhören: Auf mittlerweile 20 Hektar erstrecken sich ihre Lagen, von den Hügeln bis zum Rhein wachsen und gedeihen ihre Reben. Ebenso schnell wächst und gedeiht die Fanbase ihrer Weine, längst hat sich herumgesprochen, was die Gröhl-Dynastie in den letzten Jahren so alles bewegt hat.

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Insbesondere seit 2003 hat sich Beachtliches getan hier am Rhein. Nachdem Eckehart und Angela Gröhl das Weingut unter ihre Fittiche nahmen, gerieten Dinge in Gang, die längst vielversprechende Früchte tragen. Ertragsreduzierung spielt da natürlich eine Rolle, das ist bei angesehen Weingütern ja nichts Neues. Die Gröhls gingen aber noch weiter, setzten verstärkt auf klassische Rebsorten und verwoben so die Tradition der Region mit den neuesten Erkenntnissen und Methoden. Es wirkt: Kein Jahr vergeht mehr, in dem es nicht zu einer regelrechten Hymne auf das Weingut in einem der großen Weinführer kommt. Und nicht nur das: Es kommt heute schon mal vor, dass der Koch in einem der besten Restaurants Großbritanniens vom 2013er Dalheimer Silvaner „Alte Reben“ trocken so sehr angetan ist, dass er diese frohe Botschaft gleich im Harpers verkündet.

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In Weinolsheim freut man sich über solch einen Ritterschlag, nimmt die Dinge aber gelassen. Die Gröhls produzieren nun mal nicht in erster Linie Wein für die Gourmettempel der Welt. Sie produzieren Wein für ihre Region, fühlen sich ihrer rheinhessischen Heimat und Tradition verbunden. Sie sind sich der Geschichte dieses Landstrichs bewusst, wissen, dass sie und viele andere Winzerfamilien heute das machen, was man schon vor Jahrhunderten machte: Wein. Die Methoden mögen andere sein, ihre neue Vinothek ein moderner Blickfang; an den Grundprinzipien hat sich hier auch nach fast 400 Jahren nichts geändert.

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Seit dem Jahrgang 2012 unterteilt in Gutsweine, Ortsweine und Lagenweine, die nötige Klassifizierung für einen etwaigen VDP-Beitritt, überzeugen die Gröhl-Weine mit Tiefe und Feinschliff. Der Riesling Großes Gewächs aus der Schützenhütte oder der Silvaner von den alten Reben sind muskulöse, kraftstrotzende Botschafter dieser wunderbaren Region, in der Wein noch so richtig gelebt, zelebriert und verstanden wird. Und weil bei Gröhls mittlerweile sogar schon die nächste Generation in den Startlöchern steht, können wir uns wohl noch viele Jahre über gute Tropfen und vinophile Höchstleistungen freuen.


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