Weingut Hörner

Rodeo im Weinberg


Einmal Kalauern zu Beginn muss sein, danach lassen wir es auch gleich wieder. Versprochen! Bereit? Dann los: Dieses Weingut versteht sich wirklich ganz ausgezeichnet darauf, den Stier bei den Hörnern zu packen. Gut, schon klar, dass sich ein solcher Spruch bei einem Weingut namens Hörner förmlich aufdrängt. Auch abseits des Namens passt er aber eben perfekt zur Philosophie dieses jungen Wilden namens Thommy Hörner. Anstatt einfach so vor sich hinzukeltern, geht er nämlich gern und bewusst den schwierigen Weg, liebt die Herausforderung und das Außergewöhnliche, hat bei all dem nur ein Ziel: Den perfekten Wein zu erschaffen. Ecken und Kanten inklusive.

Manch ein Weinfreund wird sagen, dass der Pfälzer das mit dem einen oder anderen Tropfen längst erreicht hat. Er selbst sieht sich gerade erst am Anfang. Und hat noch große Pläne: Neben seiner Arbeit auf dem elterlichen Hainbachhof in Hochstadt bei Landau verwirklicht er seine Visionen seit einiger Zeit unter dem Label Weingut Hörner. Unterstützt vom kundigen Vater, wächst hier aus Träumen, Ideen und Idealen ein ganz neuer Weintypus heran, der erst mal gelassen und entspannt daherkommt, recht unprätentiös wirkt – und dann mit wirklich außergewöhnlichen Weinen beeindruckt, die sich merklich unwohl auf ausgetretenen Pfaden fühlen. Und lieber neue Wege einschlagen. Das ließ seinen Namen in den letzten Jahren bis weit über die Grenzen der Südpfalz hinaus erstrahlen – und seinen Anspruch als einer der Aufsteiger schlechthin linear dazu immer weiter wachsen

Auch Hörner unterteilt seine Weine in drei Klassen, nennt sie aber Stier, Steinbock und Widder. Schon die Basis, der Stier, überzeugt mit feinen Weinen, die zum Trinken animieren. Seine Steinböcke sind wunderbar elegant und ordentlich tief. Und obwohl er bei den Widder-Weinen seine Winzermuskeln spielen lässt und opulente Weine kredenzt, die selbst anspruchsvolle Gaumen verzücken, können immer wieder auch die anderen Linien mit Raffinesse und wunderbarer Frucht überzeugen. Der Stier-Riesling gefällt mit regelrecht pikanter Säure und ist, so Thommy Hörner, der ideale Zechwein, von dem auch mal ein Fläschchen mehr draufgeht. Probiert werden müssen aber vor allem der Gelbe Muskateller aus der Steinbock-Linie (was für eine süffige Aromenexplosion zwischen Kräutern und Zitrusfrüchten!) und der Widder-Spätburgunder, der sich in Sachen Eleganz nicht hinter Frankreichs Burgundern verstecken muss. Sie sehen schon: Es gibt viel zu entdecken, viel zu genießen und viel zu lernen bei diesem kompromisslosen Jungwinzer, der ein wenig turbulentes Rodeo-Feeling in die Winzerwelt bringt. Und uns in den nächsten Jahren noch mehr als einmal so richtig überraschen wird.

 


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