Weingut Markus Schneider

Zur Hälfte Pfälzer, zur Hälfte Weltenbummler

Seine Etiketten haben längst ein Eigenleben entwickelt. Stechen hervor aus dem weiten Feld seiner Winzerkollegen. Schlicht, reduziert aufs Wesentliche, ikonografisch unverkennbar, mit eindeutiger Herkunft und einer Attitüde zwischen Understatement und gesundem Selbstbewusstsein. Es kann also wohl kaum Zufall sein, dass genau diese Attribute auch auf Markus Schneiders Weine zutreffen. Der Winzerstar aus Ellerstadt hat das, was man das gewisse Etwas nennt. Ein Markenzeichen, eine klare Linie, die Weintrinker ebenso begeistert wie Kritiker und Gastronomen. Schon als sein Vater noch Trauben anbaute und für die hiesige Winzergenossenschaft erntete, wusste Markus Schneider, was er später mal werden wollte. Winzer, genau wie der Papa. Im Gegensatz zu dem jedoch wollte er seine eigenen Weine machen, wollte seinen eigenen Fußabdruck im unverkennbaren Pfälzer Terroir hinterlassen.

Mit Nachdruck. Und mit gewaltigem Erfolg. 1994 wurde der erste eigene Wein abgefüllt, Heute bewirtschaftet Schneider 92 Hektar Anbaufläche, salomonisch aufgeteilt zwischen Weiß und Rot, versorgt die weinliebende Welt mit über 800.000 Flaschen jährlich und gilt längst als einer der besten und erfolgreichsten Winzer nicht nur der Pfalz, sondern des ganzen Landes. Er ist in der ganzen Welt unterwegs, lebt, erlebt, genießt, kredenzt seine Weine von London bis Abu Dhabi – und doch ist er mit jeder Faser seines Körpers Fan des 1. FC Kaiserslautern. Diese Gratwanderung zwischen kosmopolitischem Lebemann und Pfälzer Original findet sich auch in seiner Handschrift als Winzer.

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Beispiele gefällig? Für seinen ersten Sekt, eine Assemblage aus Chardonnay und Pinot Noir, ließ er sich vom Lied der zeitgenössischen amerikanischen Songwriterin Colbie Caillat beeinflussen, heute trägt der Schaumwein ganz und gar nicht zu Unrecht den schönen Titel Bubbly. Dann wiederum heißen seine Rieslinge Saumagen oder Fuchsmantel, unverkennbar hier der Bezug auf ganz besondere Lagen in der pfälzischen Weinchronik. Ökologisch ist für ihn hierbei natürlich ebenso logisch wie Ertragsreduzierung oder das gesunde Bewahren der Tradition in einer veränderten Welt. Es hat ihn weit gebracht. Wie verdient das ist, wird jedem nach einer einzigen Flasche seines Signature-Rotweins Black Print klar. Bei der bleibt es aber in der Regel nicht.


www.black-print.net